Nach dem Austausch probierte sich Stefan Ebner (links) und Musikpädagoge Dominik Hilgart noch an verschiedenen Instrumenten aus.
Im Rahmen seiner Sommertour war Landtagsabgeordneter Ebner im gesamten Stimmkreis unterwegs. Bei Besuchen in Unternehmen, Einrichtungen, Kommunen und Handwerksbetrieben suchte er gezielt das Gespräch mit den Menschen vor Ort. Die persönlichen Einblicke in ihre Arbeit, ihre Anliegen und Herausforderungen liefern wichtige Impulse für seine politische Arbeit im Bayerischen Landtag. Gleichzeitig diente die Sommertour dazu, nah bei den Bürgerinnen und Bürgern zu sein und gemeinsam Perspektiven für eine starke und lebenswerte Zukunft der Region zu entwickeln.
Dass dieser Kurs heute existiert, ist maßgeblich auf Ebners persönliches Engagement zurückzuführen. Es bedurfte zahlreicher Gespräche und Verhandlungen, bis die Förderung in Höhe von 325.000 Euro aus der Fraktionsreserve schließlich gesichert werden konnte. Ohne diesen Einsatz wäre das Projekt nie zustande gekommen. Hilgart betonte dies ausdrücklich: „Ohne diese Förderung hätten wir diesen Kurs nicht etablieren können. Sie hat uns den nötigen Anlauf gegeben." Der Kurs wurde in Kooperation mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. entwickelt und durch diese Projektförderung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat ermöglicht. Der erste Durchgang lief von Oktober 2025 bis April 2026 und schloss mit 14 erfolgreichen Absolventen aus ganz Bayern ab – ein Ergebnis, das die Erwartungen vollauf erfüllt hat. Der zweite Durchgang startet im Oktober 2026 und ist mit 15 Teilnehmern bereits ausgebucht.
Das Programm umfasst drei verpflichtende Basismodule sowie zwei frei wählbare Zusatzmodule, etwa zu den Themen Inklusion oder Stimmgesundheit. Jedes Modul findet an einem Wochenende statt. Die Teilnehmer erwerben neben volksmusikalischen Grundkenntnissen auch pädagogisches und didaktisches Handwerkszeug, Grundlagen der Instrumentenkunde sowie Kompetenzen im Umgang mit Sprachbarrieren und Behinderungen. Praktische Hospitationen in Schulen oder Blasmusikvereinen gehören ebenfalls zum Programm. Den Abschluss bildet eine Prüfung, nach der die Absolventen ihr Zertifikat erhalten.
Ein zentrales Ziel des Kurses ist es, gut ausgebildete Fachkräfte für den wachsenden Bedarf im Rahmen des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder bereitzustellen, der seit dem 1. August 2026 in Kraft ist. Die Zahl ganztags betreuter Kinder dürfte sich in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln. Hilgart betonte dabei ausdrücklich, dass unausgebildete Musiker so an Repertoire und pädagogischer Qualifikation hinzugewinnen können: „Wer keine pädagogische Qualifikation mitbringt, hat schnell kein Repertoire mehr für ein ganzes Schuljahr und kann den Kindern teilweise nicht den Input geben, den sie brauchen." Dank der staatlichen Unterstützung können die Teilnehmer den Kurs derzeit für 200 Euro je Modul besuchen – deutlich günstiger als vergleichbare Angebote. Nach Ablauf der Förderperiode wird dieser Betrag allerdings steigen müssen.
Ebner zeigte sich von dem Lauf des Programms begeistert: „Es freut mich sehr, dass dieses Projekt so gut angenommen wird und in die richtige Richtung geht. Es ist großartig, dass wir so ein Programm hier in der Region für ganz Bayern anbieten können." Er hob die Einzigartigkeit des Kurses hervor und dankte Hilgart sowie allen Beteiligten für ihr großes Engagement: „Ich bin dankbar für die spannenden Einblicke, die ich hier an der Volksmusikakademie gewinnen durfte. Der Erfolg dieses Projekts zeigt, dass es richtig war, sich so intensiv dafür einzusetzen."
Auch Hilgart freute sich über den Besuch und dankte Ebner ausdrücklich für dessen entscheidenden Einsatz bei der Realisierung des Projekts. Nun komme es darauf an, dass auch die Schulträger – allen voran die Gemeinden – den Wert solcher qualifizierten Fachkräfte zunehmend erkennen. Mit „Volksmusik weitergeben!" hat die Volksmusikakademie Freyung jedenfalls eindrucksvoll gezeigt, wie Heimatpflege und Bildung Hand in Hand gehen können.
Interessierte können sich unter
www.heimat-bayern.de über den Zertifizierungskurs informieren und anmelden.