Der Beton fließt im Hintergrund, davor v.li. GR Dr. Stefan Hundsrucker, Bgm. Marco Braml, MdL Dr. Stefan Ebner, GR Reinhard Groß, Alois Weber und GR Markus Klessinger
Die Außenmauern stehen noch, Bild und Logo des alten Gasthauses unterhalb der Feste Saldenburg sind noch deutlich zu erkennen – und der Rest sieht noch nach echter Großbaustelle aus. Das Projekt der Sanierung der alten „Waldlaterne“ mitten in Saldenburg läuft aktuell auf Hochtouren.
Vom aktuellen Stand und von den laufenden Baumaßnahmen überzeugte sich kürzlich MdL Dr. Stefan Ebner, der gemeinsam mit den Verantwortlichen der CSU vor Ort, Gemeinderat (GR) Markus Klessinger, GR Dr. Stefan Hundsrucker, GR Reinhard Groß und Alois Weber das Saldenburger Herzensprojekt von innen und außen besichtigte und sich von den Gemeinderäten zusammen mit dem neuen Bürgermeister Marco Braml auf den neuesten Stand bringen ließ. Für Ebner war es dabei nicht der erste Besuch des Projekts: Schon im März 2025 hatte der Landtagsabgeordnete das seit Jahrzehnten leerstehende Gasthaus auf Einladung der Saldenburger CSU besucht, sich jeden Raum in den drei Stockwerken zeigen und sich die Projektplanung erläutern lassen. Die Räte und Bgm. Max König konnten Ebner dann schnell auch dafür begeistern, das Projekt zu unterstützen, bedeute es doch, so die Gemeinderäte, wieder Leben in das Gebäude, in die Mitte des Ortes und damit auch über den Ort hinaus in das Gemeindeleben zu bringen. „Genau darum geht es“, so Ebner, „wenn wir solche Leuchtturmprojekte wie hier den ungenutzten Leerstand ‚Waldlaterne‘ wieder sprichwörtlich zum Leuchten bringen können, dann kommt die Förderung genau da an, wo sie gebraucht wird – in der Mitte der Gemeinde, um wieder Leben hineinzubringen.“
Dass jeder Euro Einsatz auch zielgerichtet ankommt, davon konnte sich Ebner aktuell bei der Baustellenbesichtigung vollends überzeugen. Innen ist die Waldlaterne komplett entkernt, in der alten und neuen Gaststube sind die Stützen für die neu einzuziehende Betondecke bereits aufgestellt, im Gang der Schacht für den neu geplanten Personenaufzug hochgezogen, die neuen Zwischenwände im Erdgeschoss gemauert. Die Ein- und Ausblicke waren für alle in jeder Hinsicht spannend: Vom Erdgeschoss bietet sich aktuell ein freier Blick bis hinauf unter die Decke, die offenen Fenster lassen Ausblicke von einer Seite durch das Gebäude hindurch bis zur anderen Seite zu, die den Blick auf die Hügellandschaft des Dreiburgenlands freigeben.
Bürgermeister Braml hatte dazu auch die Visualisierungen der geplanten Nutzung dabei, sodass sich die Gäste, auch MdL Martin Behringer war hinzugekommen, ein konkretes Bild von der fertigen Waldlaterne machen konnten. Und geplant ist Vieles: Mit einem Budget von insgesamt ca. 2,8 Millionen Euro, gefördert über das Programm der Dorferneuerung, Smart City und mit dem Eigenanteil der Gemeinde soll im Erdgeschoss die alte Gaststube wiederbelebt werden, die dahinterliegende Küche soll – zeitgemäß und sinnvoll ausgestattet – den Nutzern wie Vereine oder Caterern die Möglichkeit geben, kleinere Veranstaltungen ohne Schwierigkeiten durchzuführen. Auch ein Vereinsraum, der vielfältig genutzt werden kann, ist im Erdgeschoss eingeplant, mit offener Durchgangsmöglichkeit in den südlichen Gartenbereich. Kern der neuen Waldlaterne soll dann der Saal im Obergeschoss werden, der an gleicher Stelle wie bisher für ca. 80 bis 90 Gäste ausgelegt ist und für mittlere Veranstaltungen genutzt werden kann, inklusive kleiner Bühne, Medien- und Präsentationstechnik und daneben zusätzlichen Räumen für die Ausstattung und Lagerung. Und auch bis unter die Gebäudedecke soll der Raum genutzt werden, um Saldenburg ins rechte Licht zu rücken: Im Dachgeschoss ist eine Bücherei geplant sowie – den größten Teil des Geschosses einnehmend – ein Ort, der ausschließlich der Geschichte Saldenburgs gewidmet sein soll – modern, zeitgemäß und ebenfalls barrierefrei zugänglich. Die über 650jährigen Geschichte könnte so ebenfalls wieder erstrahlen und ein Zeugnis der bedeutungsvollen Geschichte zur Herrschaft Saldenburg vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart hinein geben.
Nicht nur im Gebäude selbst, sondern auch um das Gebäude herum läuft die Baustelle aktuell auf Hochtouren: Die MdLs Ebner und Behringer sowie Bgm. Braml und die Saldenburger Räte konnten während des Besuchs das Gießen des Fundaments für den Anbau live verfolgen.
Dass am Ende ein Projekt verwirklicht werden wird, dass wieder ein echter Leuchtturm in der Gemeinde wird, der von den Bürgern der Gemeinde angenommen und wieder mit Leben erfüllt wird, davon waren beim Baustellenbesuch alle überzeugt. „Ein wirklicher gelungener Auftakt in das Projekt mit der Aussicht auf wieder mehr Leben im Ort“, so war sich MdL Ebner sicher.