Dr. Stefan Ebner MdL
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Gemeinschaftlich bauen und wohnen in Freyung

Freyung, 13.06.2024, 14:10 Uhr

Bauherrengemeinschaft soll sich selbst bezahlbares Wohneigentum schaffen – MdL Dr. Stefan Ebner informiert sich über Modellprojekt des Mehrgenerationenwohnens

Die Schaffung von attraktivem, bedarfsorientiertem und zentral gelegenem Wohnraum stellt auch im ländlichen Raum eine immer größer werdende Herausforderung dar. In der Ermöglichung eines Modells, bezahlbares Wohneigentum gemeinschaftlich zu errichten, geht die Stadt Freyung hier in einem Modellprojekt des Mehrgenerationenwohnens einen neuen Weg. In Bauherrengemeinschaft soll auf einem Grundstück unterhalb der Grundschule Freyung gemeinschaftlich eine Wohnanlage errichtet werden. Über dieses innovative Projekt informierte sich Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Ebner im Rahmen eines Ortstermins in Freyung.
Innovativer Ansatz in Freyung: Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich (rechts) stellte MdL Dr. Stefan Ebner (links) Konzept und Projekt des Mehrgenerationenwohnens vor.Innovativer Ansatz in Freyung: Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich (rechts) stellte MdL Dr. Stefan Ebner (links) Konzept und Projekt des Mehrgenerationenwohnens vor.
 Das Projekt, das auf der Freifläche zwischen Grundschule und Physiotherapieschule entstehen soll, umfasst einen Neubau mit bis zu 22 unterschiedlich großen Wohneinheiten, erläutert Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich. Hierzu habe man zunächst ein renommiertes Architekturbüro, das bereits ein ähnliches Projekt realisiert hat, mit der Erstellung eines städtebaulichen Rahmenplans beauftragt. Nach der Vorstellung im Stadtrat wurde eine erste Informationsveranstaltung für interessierte Bürger abgehalten, die auf gute Resonanz stieß. "Die Realisierung hängt letztlich von der Nachfrage der Bürger ab", wie Dr. Heinrich betont. Denn: Im Erfahrungsaustausch mit den Architekten wurde deutlich, dass die Realisierung einer reduzierten Variante allen voran aus wirtschaftlichen Gründen kaum denkbar sei.

Das Projekt soll als Bauherrengemeinschaft realisiert werden, was bedeutet, dass alle Interessenten sich auf einen Realisierungsplan einigen müssen. Das geplante Gebäude ist dreigeschossig angelegt und bietet verschiedene Wohnungsgrößen von Ein- bis Vierzimmerwohnungen sowie Reihenhäuser. "Zentral ist dabei die Idee des Gemeinschaftlichen", unterstreicht der Bürgermeister. Das Bauherren-modell biete von Anfang an wesentliche Mitgestaltungsmöglichkeiten und ermögliche auch das Einbringen von Eigenleistungen. Nach Bezug sorgen die vorgesehenen Gemeinschaftsräume in einem Nebengebäude für Begegnungsflächen und bieten Raum zur Entfaltung eines engen Miteinanders.
 
Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich veranschaulichte beim Ortstermin auch die topographischen Gegebenheiten des Grundstücks. Der Zuschnitt und der Höhenunterschied der Fläche seine heraus-fordernd, zugleich stehe das Projekt aber mustergültig für den Ansatz der innerstädtischen Nachverdichtung, welcher in Freyung seit einiger Zeit konsequent verfolgt werde. Auch MdL Dr. Stefan Ebner erkannte den besonderen Charakter des Vorhabens und zeigte sich zuversichtlich, dass dieses auch in die Tat umgesetzt werden könne. "Das Modell der Bauherrengemeinschaft sowie die bedarfs-orientierte Schaffung von Wohnraum passen sehr gut in die Zeit", ist der Abgeordnete überzeugt. Zudem sei es gesellschaftlich besonders wertvoll, unterschiedliche Generationen und soziale Schichten unter einem Dach als Gemeinschaft zu vereinen, wie Dr. Ebner weiter betont.