SCHOCK setzt auf Standort, Ausbildung und Nachhaltigkeit
Regen, 26.08.2026, 14:15 Uhr
MdL Ebner besucht das Unternehmen im Rahmen seiner Sommertour - Austausch mit Geschäftsführer Feldmeier zu Fachkräftesicherung, Bürokratieabbau und Ausbildung
Im Rahmen seiner Sommertour hat der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Ebner die Firma SCHOCK in Regen besucht. Gemeinsam mit Geschäftsführer Stefan Feldmeier tauschte er sich über die aktuelle Lage des Unternehmens, die Herausforderungen für die Industrie und die Zukunft des Standorts aus. „SCHOCK ist ein Paradebeispiel dafür, welche industrielle Stärke wir im Bayerischen Wald haben. Gleichzeitig zeigt der Austausch, dass wir die Unternehmen bei den Themen Fachkräftegewinnung, Energiekosten und Bürokratieabbau weiter entlasten müssen“, betonte Ebner. Bei einem anschließenden Rundgang durch die Produktion erhielt er Einblicke in die Herstellung der hochwertigen Küchenspülen, für die das Unternehmen weltweit bekannt ist. Denn die Firma hat die Granitspüle aus Quarzkomposit erfunden.
Industriestärke aus dem Bayerischen Wald: MdL Dr. Stefan Ebner und SCHOCK-Geschäftsführer Stefan Feldmeier mit einer in Regen produzierten Küchenspüle. Beim Austausch standen Fachkräfte, Energiekosten und Bürokratieabbau im Fokus.
SCHOCK zählt zu den bedeutenden Industrieunternehmen der Region. Rund 850.000 Spülen werden jährlich ausschließlich am Standort Regen produziert. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 580 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 500 in Regen sowie weitere Beschäftigte im Logistik- und Verpackungsbereich in Seebach (Landkreis Deggendorf). Viele wissen nicht, dass zu den Kunden die meisten großen Küchenanbieter weltweit wie z.B. große deutsche oder auch schwedische Möbelhausketten gehören und einen nicht unerheblichen Anteil des Gesamtgeschäftes ausmachen.
Seit November vergangenen Jahres steht mit Stefan Feldmeier ein neuer operativer Geschäftsführer mit an der Spitze des Unternehmens. Feldmeier stammt aus der Region und sein Ziel sei es, den Standort weiter nach vorne zu bringen und gleichzeitig wichtige Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz voranzutreiben. Gerade für ein energieintensives Unternehmen seien verlässliche Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. „Wir verfügen hier in Regen über ein großes Know-how und engagierte Mitarbeiter. Unser Anspruch ist es, den Standort nachhaltig weiterzuentwickeln und langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen“, betonte Feldmeier.
Im Gespräch wurden die größten Herausforderungen des Unternehmens deutlich. Neben den globalen Abhängigkeiten bei wichtigen Rohstoffen, die unter anderem aus Asien und Saudi-Arabien bezogen werden, bereiten vor allem der Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und der internationale Wettbewerbsdruck Sorgen. Insbesondere Anbieter aus Indien drängen mit aggressiven Preisen auf den Markt. Auch die zunehmende Bürokratie war Thema des Austauschs. Feldmeier schilderte am Beispiel innovativer antibakterieller Lösungen für Spülen, wie aufwendige Genehmigungsverfahren die Entwicklung neuer Produkte erschweren können.
Positiv blickt das Unternehmen auf die Themen Ausbildung und Nachwuchssicherung. SCHOCK beschäftigt wieder verstärkt Auszubildende, unter anderem im Bereich Maschinen- und Anlagenführung. Dabei hob Feldmeier die große Bedeutung der Berufsschule Regen hervor. Moderne Ausbildungsangebote vor Ort seien ein wesentlicher Baustein für die Fachkräftesicherung der heimischen Wirtschaft. Dr. Ebner fühlte sich dadurch bestätigt: „Eine starke Wirtschaft braucht auch eine starke berufliche Bildung – und zwar vor Ort! Deshalb ist der Neubau der Berufsschule in Regen ein bedeutendes Signal für den gesamten Wirtschaftsstandort und eine wichtige Investition in die Fachkräfte von morgen. Davon profitieren Unternehmen wie SCHOCK ebenso wie die jungen Menschen in unserer Region“, erklärte Ebner.
Ein weiteres Zukunftsthema ist die Kreislaufwirtschaft. SCHOCK arbeitet daran, Materialien noch stärker wiederzuverwerten und Lösungen zu entwickeln, um aus alten Spülen neue Produkte entstehen zu lassen.
Beim anschließenden Rundgang durch die Fertigung konnte sich Ebner selbst ein Bild von den Produktionsabläufen machen. Ausgestattet mit Sicherheitsschuhen, Warnweste und Schutzbrille verfolgte er mit Feldmeier den Weg von den Rohstoffen bis zur fertigen Küchenspüle. Dabei wurde auch deutlich, welchen hohen Stellenwert Arbeitssicherheit im Unternehmen einnimmt. Beeindruckt zeigte sich der Abgeordnete von der modernen Produktion und den rund 250 bis 300 Formen, die regelmäßig im Fertigungsprozess eingesetzt werden.
Aus dem Gespräch nimmt Dr. Ebner insbesondere die Anliegen der Unternehmen hinsichtlich Bürokratieabbau, wettbewerbsfähiger Energiepreise und einer konsequenten Fachkräftesicherung mit. „Unsere heimischen Betriebe behaupten sich erfolgreich auf den Weltmärkten. Damit das auch künftig gelingt, brauchen sie verlässliche politische Rahmenbedingungen. Gerade in ländlichen Regionen müssen wir alles dafür tun, Wertschöpfung, Innovation und qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort zu halten. Diesen Zielen gilt meine volle Aufmerksamkeit!“, betonte Ebner abschließend.
Im Rahmen seiner Sommertour ist Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Ebner aktuell im gesamten Stimmkreis unterwegs. Bei Besuchen in Unternehmen, Einrichtungen, Kommunen und Handwerksbetrieben sucht er gezielt das Gespräch mit den Menschen vor Ort. Die persönlichen Einblicke in ihre Arbeit, ihre Anliegen und Herausforderungen liefern wichtige Impulse für seine politische Arbeit im Bayerischen Landtag. Gleichzeitig dient die Sommertour dazu, nah bei den Bürgerinnen und Bürgern zu sein und gemeinsam Perspektiven für eine starke und lebenswerte Zukunft der Region zu entwickeln.
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