Dr. Stefan Ebner MdL
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Digitalisierung als Standortfaktor und Schlüssel zu mehr Bürgerzufriedenheit

Spiegelau, 05.03.2026, 13:59 Uhr

MdL Ebner tauscht sich mit Spiegelaus Bürgermeister Roth aus

Wie Digitalisierung auf kommunaler Ebene nicht nur Verwaltungsabläufe vereinfachen, sondern auch Kosten senken, Mitarbeiter entlasten und Bürgerzufriedenheit erhöhen kann – darüber tauschte sich Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Ebner bei einem Arbeitsgespräch mit Bürgermeister Karlheinz Roth in Spiegelau aus. Ebner war dabei in doppelter Funktion vor Ort, denn als Digitalbeauftragter der CSU-Landtagsfraktion wollte er auch erfahren, wie das Thema Digitalisierung in der Praxis in seinem Stimmkreis vorangeht, wo es gut läuft und wo es eventuell noch hakt. Die Gemeinde Spiegelau ist dafür ein sehr guter Ansprechpartner, denn sie war u.a. Modellort bei der Initiative „Digitales Dorf“ und gilt als Vorzeigekommune dafür, wie moderne Verwaltung funktionieren kann, wenn Prozesse konsequent digitalisiert und intelligent vernetzt werden.
Digitalisierung als Erfolgsmodell: MdL Dr. Stefan Ebner (r.) und Spiegelaus Bürgermeister Karlheinz Roth tauschten sich über dieses Schlüsselthema und weitere Zukunftsaspekte aus.Digitalisierung als Erfolgsmodell: MdL Dr. Stefan Ebner (r.) und Spiegelaus Bürgermeister Karlheinz Roth tauschten sich über dieses Schlüsselthema und weitere Zukunftsaspekte aus.
Bürgermeister Roth machte im Gespräch deutlich, wie groß das Potenzial einer konsequenten Digitalisierung ist: „Machen wir uns nichts vor: Die kommunalen Haushalte werden herausfordernder, Investitionsbedarfe gleichzeitig immer größer. Gerade eine digitale Aufstellung der Prozesse können enorm helfen, Kosten zu sparen und damit dafür zu sorgen, dass alles trotzdem funktioniert.“

Spiegelau arbeitet inzwischen in zentralen Bereichen nahezu papierfrei und hat nicht nur seinen Posteingang, das Kassen- und Personalwesen, die Kämmerei und das Standesamt digital organisiert. Der Verbrauch an Papier und Toner konnten so um rund 90 Prozent reduziert werden, die Abläufe sind schneller geworden und die Beschwerdequote der Gemeindebürger liegt mittlerweile bei unter einem Prozent. Roth betont: „Mit nur 9,4 Mitarbeiteranteilen in der Verwaltung bewältigen wir Aufgaben, für die andere Kommunen deutlich mehr Personal brauchen.“

Ein zentraler Baustein für diese Entwicklung ist die konsequente Digitalisierung von Prozessen und dabei die langjährige Zusammenarbeit mit der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Sie bietet Spiegelau ein durchgängiges System für verschiedenste digitale Prozesse aus einer Hand und vor allem: maßgeschneidert für Kommunen. Ein Vorteil, der laut Roth bundesweit einzigartig sei. Allerdings sieht der Bürgermeister auch Handlungsbedarf: „Jede Kommune pflegt ihre Daten selbst. Eine echte Vernetzung könnte in Bayern jährlich noch einen hohen zweistelligen Millionenbetrag sparen.“

MdL Ebner griff diese Impulse beeindruckt auf. „Spiegelau zeigt vorbildlich, wie Digitalisierung die Verwaltung entlasten und effizienter machen kann!“ Besonders wichtig sei für ihn die bessere Vernetzung staatlicher und kommunaler Systeme, der Abbau unnötiger Kontroll- und Bürokratieebenen sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, vor allem an den Stellen, wo der Dokumentationsaufwand enorme personelle Ressourcen bindet. „KI muss dort helfen, wo sie Menschen praktische Arbeit, z.B. in der Dokumentation abnimmt. Solche Chancen dürfen wir nicht ungenutzt lassen“, so Ebner.

Thematisiert wurden in dem Austausch auch die zunehmenden gesellschaftlichen Herausforderungen rund um soziale Medien – von psychischen Belastungen bis hin zu den Gefahren der Manipulation. Roth plädierte für klare Regeln, mehr Transparenz und eine sozialwissenschaftliche Studie zu den Auswirkungen: „Wir sehen, wie Jugend- und Sozialhaushalte explodieren. Wir brauchen fundierte Studien zu den Auswirkungen sozialer Medien.“ Ebner unterstrich, dass verantwortungsvolle Digitalisierung immer auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen brauche.

Für Ebner bleibt vor allem eines zentral: „Ich nehme aus Spiegelau mit, dass konsequente Digitalisierung kein Zukunftsthema mehr ist, sondern bestenfalls Gegenwart und vor allem: konkreter Standortfaktor. Mein Ziel ist es, erfolgreiche Digitalisierungsmodelle wie in Spiegelau zu unterstützen, andere Kommunen zu motivieren, auch mehr auf diesen Weg zu setzen und daran mitzuwirken, die staatlichen Strukturen so zu modernisieren. Damit Bayern weiterhin leistungsfähig bleibt.“